Dr. Ludwig Klassen

Fritz von Wille (1860 bis 1941) gilt heute unbestritten als der bedeutendste Eifelmaler. In seinen Bildern hat er die herbe Schönheit der Eifel entdeckt und sie uns in unzähligen Variationen überliefert. Auf einer seiner Eifelreisen besuchte er am 28. Juli 1897 auch Wallenborn. Dabei muß ihm der Blick von Südwesten auf den Ort mit dem Wegekreuz und den alten um die Kirche gruppierten Häusern besonders gut gefallen haben. Jedenfalls erinnerte er sich anläßlich einer ärztlichen Behandlung bei unserem Vater im Frühjahr 1935 an seinen Besuch um die Jahrhundertwende in Wallenborn. Als Dank für die wohl gute und erfolgreiche Behandlung schenkte er unserem Vater das Bild "Wallenborn".
Die bisher noch nicht veröffentlichte Zeichnung ist zu den seltenen Bildern des Malers zu zählen, die nicht in Öl, sondern mit dem Zeichenstift gemalt wurden. Sie beweist, daß der Künstler es verstan-den hat, auch auf diese Weise den eindrucksvollen Charakter der Eifel festzuhalten,
In seinem handschriftlichen Brief vom 12. September 1935 schreibt Fritz von Wille an unseren Vater: "Hoffentlich erkennen Sie etwas von Wallenborn in der Zeichnung von 1897 wieder." Sicher wird auch heute noch jeder Wallenborner - trotz der fortgeschrittenen Bebauung - sein altes Wallenborn wiedererkennen.

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Anmerkung der Redaktion:
Der von Fritz von Wille mit dem Bild Beschenkte war der Arzt Dr. Peter Klassen, geboren in Wallenborn, wohnhaft in Bonn. Er war der Sohn des Lehrers Klassen aus Wallenborn.